Antwort auf der Straße

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Ein uralter Vorschlag – von mehreren – von Peter Podehl für Radio Bremen
(vorläufig undatiert, Anfang/Mitte 60er Jahre)

Wir alle kennen das: Wir haben uns unterhalten, ein bisschen oberflächlich und hastig meist, wir gehen auseinander, steigen ins Auto, und wenn wir auf den Anlasser treten, dann fällt uns ein, was wir eigentlich hätten sagen sollen, aber die Diskussionssituation ist dann nicht mehr rekonstruierbar, ist unwiederbringlich dahin.

Als Spiegelbild blendet der Film auf eine Nordsee-Insel. Da leben, recht vereinsamt, zwei alte Männer in ihren abgelegenen Häusern. Eines Morgens besucht, wie üblich, der eine den anderen; obwohl sie dickschädlig sind und einander gar nicht uneingeschränkt lieben, sind sie doch aufeinander angewiesen und helfen sich gegenseitig.

An diesem Morgen beginnen sie ganz unverhofft ein Gespräch über Alter und Tod. Es zieht sich, der Größe des Themas entsprechend, über den ganzen Tag hin. Immer wieder gehen sie auseinander und den Geschäften des Tages nach, der eine Holz hacken, der andere in die Räucherkammer, der eine zum Krämer ins Dorf, der andere das Strohdach flicken. Oft geht der eine nach langem Nachdenken zurück und korrigiert seinen Standpunkt, oder eine Antwort wird erst nach einer Trennung von Stunden gegeben.

Und wenn der Tag sich neigt, haben die beiden eigenbrötlerischen Querköpfe etwas getan, was zu den erquicklichsten Freuden des Daseins gehört: ein Gespräch geführt.

© Peter Podehl

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